Musik: Melodie & Text/Keyboard= Jo Krämer: Orjel-Leedchen

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Bergisches Land

Das Bergische Land ist aus dem historischen Territorium "Herzogtum Berg" hervorgegangen, welches 1101 mit Adolf von Berg auf der Burg Berge, dem heutigen Altenberg, zur Grafschaft erhoben wurde. Durch entsprechende Händel und geschickte Heiraten wurde daraus im Laufe der Jahrhunderte das Großherzogtum Jülich-Kleve-Berg, und im 18.Jahrhundert regierten die Kurfürsten von der Pfalz-Jülich-Berg zeitweise sogar Bayern.

Nach heutigem Regionalbewusstsein ist das Bergische Land die Mittelgebirgsregion, die östlich von Köln mit dem Sauerland eine Einheit bildet. Entsprechend gehören dazu der Rheinisch-Bergische-Kreis, der Oberbergische Kreis und Teile des Rhein-Sieg-Kreises. Teile des früheren Großherzogtums bezeichnen sich heute lieber als "Rheinländer" oder "Ruhrgebietler", und niemand kommt auf die Idee, Düsseldorf noch als bergische Stadt zu bezeichnen, obwohl es über Jahrhunderte, seit 1385 mit der Residenz in Benrath, Hauptstadt des Großherzogtums war und immer noch den bergischen Löwen im Wappen führt.

Lindlar

liegt geografisch im Herzen des Bergischen Landes und fühlt sich auch so. Es wird urkundlich im Jahre 1109 erwähnt. Damals ermäßigte Erzbischof Friedrich I.von Köln mit Zustimmung des Dompropstes Arnold die Abgaben der Kirche in Lintlo. Somit gehörte die Lindlarer Kirche dem St.Severinsstift in Köln. Dazu gehörten der Wiedenhof, eine Mühle und weitere Ländereien und Gebäude. Der Name Lintlo kommt wahrscheinlich von "Lindengebüsch". Darauf weist auch der Name des Lennerferbaches hin.(lenne = Linde) Die Ortsnamen Linde und Lingenbach weisen in die gleiche Richtung. Andere Deutungen des Namens Lintlo verweisen auf die Bedeutung des Wortes Lint als Sumpf und Lo als Lichtung im Wald.(siehe auch Lintwurm

In der Mundart ist die Bezeichnung Lenkeln für Lindlar gebräuchlich, was mich zur Namensdeutung:

Lenkeln = Lenköln = die Linde, die zu Köln gehört.

Dazu habe ich ein Liedchen gemacht, was von den "Bessemssengern" gesungen wird und dessen Text ich hier aufschreibe:

Wo nu die schmucken Hühßjen stohn, wor fröter Wies un Bösch, em klohren Wasser freuten sech des Le´evens Fluh un Fösch. Dann eenes Däächs vam Ring her kohmen Minschen en et Langk, die rodeten un siedelten, su Lenkeln wu´et bekannt.

Lenkeln schönes, schmuckes Dörpchen, schon van alters her bekannt, bess en echten Spross van Köllen, dröm wü´eschst Lenköln du genannt!

Der Erzbischoff van Köllen sprohch: Van all demm schönen Langk, als schönster jrönen Flecken ess mir Lenkeln wohlbekannt. Dat Wasser klohr un sprudelns övver Steen un Moos hinsprengt, wo decke E´epel wahßen, wo mr fruhe Leeder singt.

Was hat Lindlar unter Reiseberichten zu suchen, wirst du dich fragen.

An den Bildern siehst du schon, dass es ein wunderschöner Ort inmitten einer bezaubernden Landschaft mit vielen Freizeitangeboten ist. 

Außerdem habe ich drei Bücher geschrieben und verlegt, die du im Buchhandel und im Internet unter Josef Krämer kriegen kannst.

 Bergische Geschichte - vorwiegend heiter:

jeweils 2 Erzählungen aus dem alten Lindlar:

Ein Böller für den Kaiser (1912) / Kinderreich und arm an Groschen (1765)

Steine, Schotter und Spaghetti (1900) / Bratkartoffeln, Wurst und Whisky (1920)

Alte Scheunen brennen gut (1865) / Knall-Fall- Schützenkönig (1890)

 

mail: jokraemer@mundart-jupp.de

 

   

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