Ein Mensch, den sie Schnute nannten.

Ein Roman

von

Josef Krämer

ISBN: 978-3-7322-25711-9

 

Die fiktive Geschichte ist eingebunden in das Leben in der Zeit von 1920 bis zum Beginn der 60er Jahre im Bergischen Land im Milieu einer Steinhauerfamilie. Sie ist getragen von der Stärke der handelnden Personen, sich am eigenen Haarschopf aus dem problembeladenen Alltag herauszuziehen. Sie nutzen ihre, ihnen von Gott gegebenen Tugenden, um das Leben auf wundervolle Weise zu bewältigen.

Karl, der behindert auf die Welt kommt, zeigt insbesondere, was er mit liebender Hilfe aus sich herausholen kann, mit der fürsorgenden Liebe seiner Oma, der Freundschaft des Schreiners Hans und der starken Liebe der Krankenschwester Helga.

Wenn Du offen für heimatbezogene Literatur bist, wird Dir dieser Roman viel Freude bereiten. Wenn Du die Zeit selber erlebt hast, wird Dir manches wieder in der Erinnerung hochsteigen und wenn Du jünger bist, kann es auch amüsant sein, was die Alten früher so „getrieben“ haben.

Ich habe bereits viele positive Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern bekommen, die bestätigen, dass dies ein sehr menschlicher Roman ist, der zu Tränen rühren kann, aber auch zum Lachen.

 

Was du bist hängt von drei Faktoren ab: Was du geerbt hast, was deine Umgebung aus dir machte und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast.

Was ich noch sagen wollte:

Es hat mir  große Freude bereitet, diesen Roman zu schreiben, zu dem mich meine Frau Hildegard besonders ermuntert hat. Immer, wenn ich über Sachthemen brüte und daran intensiv arbeite, fragt sie mich, warum ich es mir so schwer mache, denn beim Schreiben von Erzähltexten sei ich gelöster und fröhlicher.

Es ist tatsächlich so, dass Texte und Dialoge dann aus mir heraus fließen, wie aus einer unstillbaren Quelle. Ich spüre, wie ich aus dem unausschöpfbaren Fundus greifen kann, den Gott in mir über Generationen angelegt hat. Ich höre meine verstorbene Frau Franziska und meinen Vater sprechen, mein Großvater deckt mir lachend den Tisch und lädt seine Freunde dazu ein, so dass ich nur noch aufschreiben muss, was sie tun und erzählen.

So war es auch bei diesem Roman. Und doch sind die Personen und ihre Namen fiktiv, sie sind so, wie sie hier handeln,  von mir erfunden, obwohl ich denke, dass ich die Charaktere getroffen habe. Denn fiktiv bedeutet ja nicht unbedingt, dass sie nur der Fantasie entspringen.

Die Orte, an denen diese Geschichte spielt, existieren tatsächlich und die Kriegsereignisse sind leider traurige Realität gewesen, jedoch nicht genau in der Form, wie ich sie im Zusammenhang mit den Ereignissen beschreibe.

Schon immer faszinieren uns Menschen, die das Leben vor besondere Herausforderungen stellt. Da sind Ereignisse, die zunächst wie eine Katastrophe aussehen, in Wirklichkeit eine Chance, herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Es gibt Menschen, die aufgrund eines Handicaps ihr Leben völlig unorthodox ordnen und aufbauen müssen, Menschen, die ein  anderes Leben führen müssen, deshalb aber nicht weniger glücklich sind, als andere. Diese Menschen haben durch den Verlust ihrer körperlichen Unversehrtheit sehr viel gewonnen und sie können uns sehr viel geben.

Wir können von ihnen lernen, dass in uns allen sehr viel mehr steckt, als wir für möglich halten. Wir können von ihnen lernen, was es heißt, Probleme zu haben und diese zu lösen. Wir können von ihnen aber auch lernen, dankbar zu sein. Und wir können von ihnen lernen, dass Freude, Glücklichsein, Zufriedenheit und Erfolg nicht von Äußerlichkeiten wie einer körper-lichen Behinderung oder einem unversehrten und intaktem Körper abhängen.

Diese Menschen nutzen ihre von Gott gegebenen Tugenden und Talente in besonderer Weise. Diese Menschen zeigen, dass wir in jeder Situation die Wahl haben zwischen Aufgeben und Weitermachen, Verzweiflung und Sich-herausgefordert-fühlen, Selbstmitleid und das Beste daraus machen, Unglücklichsein und Glücklichsein, Verbitterung und Liebe. Und mit dieser Freiheit halten wir alle den Schlüssel in der Hand, trotz aller Widrigkeiten ein zufriedenes und erfülltes Leben zu führen. Uns sollte klar sein, dass, wenn wir von Behinderungen sprechen, damit nicht nur tiefgreifende körperliche Beeinträchtigungen gemeint sind, sondern jedes kleine Wehwehchen, sei es körperlich oder mental, dem wir negativen Einfluss auf unser Verhalten überlassen.

Mit zunehmendem Alter verspüre ich selber die damit verbundenen Veränderungen, die über unabdingbare körperliche Beeinträchtigungen auch Einfluss auf die Psyche nehmen wollen. Doch: Dein Lächeln ist ein Bumerang! Im Grunde unseres Herzens sollten wir erkennen, dass wir alle auf irgendeine Art und Weise unvollkommen sind, aber gleichzeitig auch alle über das Potential verfügen, das aus uns heraus zu überwinden. Wie sagen es die Bläck Föhß treffend: „Jedem fählt en Eck“ oder eben: „Nobody is perfect.“

Im Buch ist viel von Tugenden die Rede und ich habe mich bemüht, einige in mir schlummernde zu aktivieren, wobei  ich hoffe, dass ich das auch bei den Lesern bewirken kann. 

 

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