Das Buch "Dein Lächeln ist ein Bumerang" ist im Handel! Endlich!

Es war wirklich eine schwere Geburt, fast drei Jahre habe ich daran gearbeitet, geforscht, geschrieben, gestrichen, verworfen, neu formuliert, verändert, erweitert, gekürzt, diskutiert - und endlich zum Druck freigegeben.

ISBN: 978-3-735-75856-9

überall im deutschsprachigen Raum

 Den Zustand von Glück und Zufriedenheit erreichen wir im Prinzip dann, wenn wir mit Gott und der Welt im Reinen sind, wenn wir mit uns selbst und die Welt mit uns übereinstimmen. Dieses Gleichgewicht herzustellen, ist vielleicht das Geheimnis des Glücks. Die Tugenden liegen mit in der Waagschale des Glücks.

Die beiden Geschichten "Dorothea" und "Betragen sehr gut" sind zwei von 16, die als Fallbeispiele zeigen sollen, wie niemand von uns sich seiner göttlichen Mitgift so einfach entledigen kann. Sie drängt ihn geradezu, seine Stellung in Gottes Plan in dieser Welt auszufüllen. Die Tugenden werden immer wieder bestimmend für unsere Handlungsweisen sein und man kann an deren Wirkung erkennen, worauf der Lebenssinn einer Person zuzläuft. Auch Du solltest herausfinden, welche Tugenden für Dich Priorität haben und Leitlinien setzen sollten. Überlege, wie Dein Lebensweg und sein Sinngehalt davon beeinträchtigt werden und reagiere darauf.

Das Buch ist mein absolutes Bekenntnis an die Schöpfung und meinen und aller Menschen Stellenwert in ihr.

   Dein Lächeln ist ein Bumerang   

  Alles, was wir tun, alles, was wir geben, kommt zu uns zurück. Es addiert sich, es multizipliert sich und es potenziert sich sogar. Das bezieht sich auch auf die uns als Menschen immanenten Tugenden, die Basis und Potential zur Gestaltung des Lebens und der Welt für jeden von uns bedeuten. Was nicht zurück kommen wird, sind die Chancen, die wir verpassen!               

                                                                 

Dorothea

 

Ich habe Dorothea bei einer Tanzfreizeit für Volkstänze kennen gelernt. Sie fiel in der Runde der Frauen durch ihr lautes Sprechorgan auf. Da sie schlecht hören konnte, sprach sie auch recht laut, jedoch entsprachen ihre lauten Bemerkungen nicht nur akustisch einer gewissen Dominanz.

Sie spielte bemerkenswert exakt einfache Stücke auf dem Klavier obwohl sie offensichtlich  ziemlich unmusikalisch war. Die Ausbildung an einem Instrument hatte in der Arztfamilie wohl zum standesgemäßen Repertoire der Bildung gehört. Doch auch das Abitur hatte dann anscheinend nicht kompensieren können, was die Natur ihr äußerlich an Schönheit versagt hatte. Außerdem vergraulte sie jeden potentiellen Liebhaber durch ihre maskuline Körpersprache, indem sie sich beispielsweise wie ein Panzer durch eine Menschenmenge bewegen konnte und durch ihre Wortgewalt, die schon akustisch Abstand verlangte, wollte man vermeiden, sein Trommelfell zu verlieren. Wenn sie lachte, was recht selten vorkam, entsprach das dem Ausbruch eines mittleren Erdbebens.

Ganz anders war ihr Verhalten, wenn es um Kinder ging. Im Umgang mit den kleinen Menschen  zeigte Dorothea eine erstaunliche freundliche und zärtliche Zuwendung. Wenn man sie als Mädchen fragte, was sie einmal werden wolle, war die prompte Antwort immer: „Heiraten und viele Kinder kriegen!“

Doch versagten sich das Schicksal und die Männer einer Konstellation mit ihr, die dem Lebenswunsch auch Realität verliehen hätte. Das war sehr schade, denn Dorothea konnte ganz anders sein, als sie auf den ersten Blick schien. Im Grunde ihres Herzens war sie sensibel, feinfühlig und herzensgut, was sich leider meistens nur im Umgang mit Kindern zeigte.  Sonst wirkte sie distanziert, mitunter abweisend.

Nun hätte ihre offensichtliche Tugend der besonderen Hinwendung zu Babies und Kleinkindern nie im Leben zur Geltung kommen können. Es scheint aber, dass Tugenden sich nicht einfach unterdrücken lassen, sondern als im Menschen angelegte ganz persönliche Gaben Gottes danach drängen, auch seinem Willen zu entsprechen und wirksam zu werden. Wir können davon ausgehen, dass Gott uns mit unseren besonderen Tugenden auf die Aufgaben hinweisen möchte, die er uns zugedacht hat, durch uns in der Welt  wirken zu können. Dorothea arbeitete nach Abschluss der Schule auf der Kinderstation eines Krankenhauses und ließ sich als Kinderkrankenschwester ausbilden. Die Prüfung bestand sie mit Bravour, denn jeder konnte sehen, dass hier ein junger Mensch sein ureigenstes Talent umsetzte.

Die Nonnen, die das Krankenhaus unterhielten waren jedoch anderer Ansicht. Sie brachten die blutjunge Dorothea dazu, ihr Leben „Gott zu weihen“ und in ein Kloster einzutreten. Eine lange Zeit verbrachte sie im Zweifel, was ihre eigentliche Aufgabe in der Welt sein sollte. Vom ersten Tag im Kloster war ihr klar, dass nur die Arbeit mit den Kindern sie glücklich machen konnte. Ihre tief empfundene Religiosität andererseits veranlasste sie dem einmal gegebenen Versprechen treu zu bleiben und sich dem Klosterleben unterzuordnen. Nach drei Jahren gab sie ihrem Leben dann den Schub, der ihren Anlagen entsprach und ging zurück ins Krankenhaus um ihre Lebensaufgabe zu erfüllen. Keine Arbeit war ihr zu viel und sie konnte mit den Kleinen lachen und scherzen. Sie hatte zu dem gefunden, was ihr das Leben lebenswert machte.

 

Die zweite Geschichte zeigt uns, wie eine Tugend missbraucht werden kann, wenn sie für die falschen Werte eingesetzt wird.

 

Betragen: Sehr gut

 Helmut Wörner wurde 1925 geboren. In Deutschland. Das waren vom Datum und vom Ort her nicht gerade  günstige Bedingungen für ein beginnendes Menschenleben. Für die Eltern, Vater Schlosser – Mutter Hausfrau, standen die wirtschaftlichen Bedingungen auf Halbmast, denn Arbeitslosigkeit war angesagt. Es gelang dem Vater in der chemischen Industrie als Arbeiter unterzukommen. Es gab nicht viel Geld am Zahltag, aber die Wörners kamen mit Sparsamkeit einigermaßen über die Runden. Sparsamkeit war eine der Tugenden, welche der Staat damals seinen Bürgern besonders verordnete. Als gläubige Katholiken hatte die Familie keine Mühe damit, ihre Tugenden zu leben. Die als besonders wichtig angesagte war der Gehorsam. Vater Wörner hatte von seinem Vater, einem preußischen Beamten, der seinem Vaterland im Ersten Weltkrieg gedient und seine Feuertaufe im Granathagel von Verdun erfahren hatte, frühzeitig mitbekommen, dass Gehorsam die Mutter aller Tugenden war. Danach hatte Helmut sich bereits in jungen Jahren ausgerichtet, zumal ein Abweichen unweigerlich Prügel zur Folge hatte. Doch, ob nun als Charaktereigenschaft oder gezwungener Maßen, hatte Helmut Gehorsamsein als oberstes Gesetz verinnerlicht. Er muckte nie auf und wurde in der ganzen Verwandtschaft als braves Kind gelobt. Der Weg des geringsten Widerstandes wird oft als der "Königsweg" gewählt, sofern nicht andere Tugenden dagegen stehen. Bei Helmut war das nicht der Fall. Ein erfolgreicher schulischer Werdegang war vorgezeichnet, zumal die politische Realität sich 1933 mit dem "Führer befiehl, wir folgen dir!" genau auf dem Erziehungsbild der Wörner-Familie aufbaute. Disziplin, Fleiß, Treue, Ausdauer und Pflichtbewusstsein ergänzten den Gehorsam zu einem Gemenge, das mit an sich akzeptablen Tugenden auch in den Verhaltenskatalog eines KZ-Kommandanten passen konnte.

Helmut legte ab dem ersten Schulzeugnis in den so genannten Kopfnoten beste Resultate vor:  Betragen sehr gut, Fleiß sehr gut. Helmut war nicht der schnellste Denker in der Klasse, doch die Noten rutschten nie unter ein "gut". Als er die erste Uniform des Jungvolkes der Hitler-Jugend anzog, stand der Vater leuchtenden Auges neben ihm, Mutters Augen glänzten von Freudentränen. Bald hatte er Gelegenheit bei und nach Bombenangriffen seine Tapferkeit zu zeigen. Als Fähnleinführer war es klar, dass Helmut Offizier werden wollte.

Er befürchtete, der Krieg würde vorüber sein, bevor er Gelegenheit hätte, daran aktiv teilzunehmen. Mit 18 machte er sein Abitur, den Einberufungsbefehl zur Wehrmacht in der Tasche. Am zweiten Tag seiner Grundausbildung auf dem Truppenübungsplatz Wahnerheide kam Helmut sinnlos ums Leben, als am frühen Morgen das Maschinengewehr dem Schützen eins, den Finger am Abschusshebel beim Funktionsschießen, aus der Lafette rutschte und zur Seite kippte. Helmut war der Schütze zwei im selben Erdloch, in dem zur Tieffliegerabwehr die Waffen montiert waren. Gehorsam hatte er sich freiwillig gemeldet. "Er hat ihm die ganze Seite vollgerotzt", sagte der Oberfeldwebel.

Sein kurzes Leben lang hatte Helmut sich gehorsam auf diesen Moment vorbereitet.

 

 

Das sind ganz banale Bespiele zum Untermauern meiner Theorie, die sich beliebig fortführen lassen. Sicher kannst Du auch über solche Impulse erzählen, die bleibenden Einfluss in Deinem Leben hinterlassen haben. Wie kann das aber sein, dass dieser positive Effekt so stark zu sein scheint und immer wieder durchschlägt? Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz, obwohl meine Einstellung nach meiner Lebenserfahrung das immer schon wissen ließ: Da muss etwas grundlegend Gutes in den Menschen wirken! Und dann kam ich dahinter: da wirkt Gottes Liebe!

Die einfachste Lösung ist oft die schwierigste. Glaube mir, wenn du meinem Gedankengang folgst, wirst du erstaunliche Entdeckungen für Dein tägliches Leben machen und in allen Bereichen davon profitieren. Gott möchte, dass wir glücklich sind. Er schenkt uns die Freiheit, seine Schöpfung erfahren und erleben zu dürfen und eigene Entscheidungen zu treffen. Wir können bei der Betrachtung die göttliche Liebe für alles, was je geschaffen wurde, erkennen. Seine Liebe zur gesamten Schöpfung ist ohne Grenzen. Er wird sie nie verleugnen und uns aus seiner Gnade zur Einsicht kommen lassen. Gottes Liebe ist es also, die in den Menschen als Tugenden angelegt ist. Sie sind die Fundamente zum Glück des Menschen und sie wirken auf dem Weg zum Guten wie die Dome, die man darauf bauen kann. Sie sind nicht so sehr Mittel zum Glück, als Teil des Glücks.

Wir sollten uns grundsätzlich die von Gott geschaffenen Dinge genau ansehen und versuchen, sie in ihrer von ihm gedachten Ganzheit zu erfassen. Denn sie sind von ihm vor-gebildet und vor-geformt und können durch unsere Erkenntnis der Wirklichkeit nachgeformt werden. Das gilt auch für uns selbst als Menschen und Teil der Natur. Je mehr uns das gelingt, um so reicher wird unsere Sicht der Welt und die Voraussetzungen unseres Handelns erlangen größere Substanz. Die Welt ändert sich in dem Sinne, dass wir immer mehr Gott in ihr erkennen. Alles, was wir dazu brauchen ist in Gottes Schöpfung vorhanden, wir müssen es erkennen und kreativ nutzen. Uns steht ein unerschöpfliches Potential zur Verfügung, aus dem wir zum Nutzen aller Menschen schöpfen können. Wir sind aufgerufen, mit unseren Händen die Welt zu vervollkommnen.

    Glaube mir, das Buch wird Dir viele positive Impulse geben, die Dich bereichern, alleine schon, wenn Du  darüber nachdenkst!                                                                

 

 

 

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